29 Mar 2015
March 29, 2015

Was ist in unserem Wasser?

Sonstiges

Das Problem

Die Kontamination der Wasserleitungen in Dentaleinheiten resultiert aus der Bildung von Biofilm; ein dicker, schleimiger Belag von Bakterienkolonien. Diese Kolonien, bilden sich aus Bakterien die in Wasserführenden Leitungen / Gefäßen leben. Dort bleiben sie an den Seiten kleben. Sie wachsen, kolonialisiern und produzieren giftige Zerfallsprodukte (Endotoxine).

Ein alltägliches Beispiel für Biofilm ist der Abfluß des Handwaschbeckens Ihres Badezimmers. Wenn der Stöpsel und das Abflußrohr nicht regelmäßig gereinigt werden, breiten sich verfaulende Gerüche aus und das Wasser fließt irgendwann nicht mehr ab, da sich eine dicke Schicht des Biofilms angelagert hat. Das Gleiche passiert in den Leitungen der Dentaleiheit, nur das diese einen wesentlich kleineren Durchmesser haben, weshalb das Ereignis schneller eintritt.

Wenn das Wasser durch solch ein kontaminiertes Rohr oder Schlauch läuft, so werden Teile dieser schleimigen, giftigen Masse mitgerissen und nach außen transportiert.

Die Bakterienkontamination wird in sogenannten ‘Koloniebildenden Einheiten‘ gemessen KBE. Das Wasser einer Dentaleinheit sollte mindestens Trinkwasserqualität haben, d.h. es darf eine Gesamtkeimzahl von 100 KBE/ml nicht überschreiten und Legionellen (stäbchenförmige Bakterien) sollten in 100 ml nicht nachweisbar sein.

Leider wird diese Zahl im Kühl-/Sprühwasser von Dentaleinheiten jedoch häufig um ein vielfaches überschritten. Begünstig wird dies durch rauhe Kunststoffleitungen an denen der Biofilm aus Bakterien des Wassers sich besonders gut anhaften kann. Die Bakterien dieses Biofilms sind tausendfach resistenter gegen Desinfektionsmittel als frei bewegliche Bakterien wie z.B.  Legionella pneumophila, die sich in ihm in tieferen Schichten einnisten können und begünstig somit  deren rasantes Wachstum.

Auch wenn hygienisch sauberes Wasser in die Einheit eingeleitet wird, kann nach Austritt das Wasser somit stark Keimhaltig sein. Durch den Spraynebel an Hand-/Winkelstücken und Turbinen ist sogar eine Übertragung in die Lunge möglich!

In einer Behandlungseinheit herrschen sehr günstige Bedingungen für die Bakterien:

  • Erwärmtes Wasser oberhalb 30 Grad C
  • Enge Kunststoff-Schläuche
  • Ruhezeiten der Einheit am Abend und am Wochenende

Das Spül-/ Kühlwasser von Behandlungseinheiten sollte mikrobiologisch 1 mal im Jahr untersucht werden. Zudem sollte das tägliche Spülen aller Instrumenten- und Absaugschlschläuche nach bestimmungsgemäßer Anwendung mit chemischen Dekontaminationsmitteln zur Aufrechterhaltung der Wasserqualität unbedingt eingehalten werden.

Lösung

Es gibt viele Arten von neuen Reinigern für die Wasserlinien um das Wachstum von bakteriellen Kontamination in Dentaleinheiten zu steuern. Dazu gehören Chlorhexidin, alkalisches Peroxid , und Chlordioxid -Lösungen, die in die Wasserflaschen der Behandlungseinheit gefüllt werden und durch die Wasserleitungen gezogen werden können. Diese Reiniger werden typischerweise auf einer wöchentlichen oder monatlichen Basis verwendet, je nach Hersteller. Sie sind notwendig, um die mikrobiellen Verunreinigungen, die sich im Laufe der Zeit einstellen zu entfernen.

RD Dentaltechnik empfiehlt: lassen Sie die Absaugschläuche regelmäßig wechseln und auch die Instrumentenschläuche sollten nicht erst ausgetauscht werden wenn‘s anfängt zu tropfen.

Fazit

Es ist von hoher Wichtigkeit für Sie selbst und Ihre Patienten die Wasserqualität ständig unter Kontrolle zu haben. Lassen Sie Ihr Wasser regelmäßig testen und machen Sie damit bei Ihren Patienten Reklame, damit sie wissen, dass sie bei Ihnen in guten Händen sind.